Montag, 15.02.2016

Erster Blog in 2016

Heute war der Tag des Präsidenten, was in den Staaten einen freien Tag bedeutet, den habe ich natürlich stark genossen und mir gedacht mal wieder einen Blog zu schreiben. Gestern, der 14.02 war Valentinstag und ich hoffe ihr hattet alle einen schönen Tag, auch wenn niemand den Valentinstag braucht. 

Aber nun zurück zum Blog, ich fange Neujahr an. Vom 27. Dezember bist zu 2. Januar war ich mit meiner Gastfamilie mal wieder campen, wieder in St. Augustine und, so wie mir mitgeteilt wurde zu sehr ungewöhnlich warmen Temperaturen. In den Tagen vom 27. bis zum 31. verbrachten wir Zeit mit Fischen und Besuchen bei Outdoor Läden. An den Abenden nahmen wir unsere Fahrräder und fuhren am Strand herum, wo es zu paar sehr lustigen Unfällen kam, wenn plötzlich der Fahrradfahren neben dir einen Salto machte weil er in irgendein Sandloch gefahren ist. Neujahr sah ich dann ein sehr beeindruckendes und 15 minütiges Feuerwerk direkt am Strand von St. Augustine. 

2015 war jetzt zu Ende. Es war ein unglaubliches Jahr und machte mich nur aufgeregter auf das, was 2016 folgen sollte. Die letzten Tage zogen entspannt vorüber und nach 6 Tagen Camping ging es wieder nach Hause. Ich habe von diesem Urlaub ein Video gemacht was ihr euch natürlich gerne anschauen könnt: 

https://www.youtube.com/watch?v=l6ViEiCDA-c

Am 6. Januar begann dann auch wieder die Schule, und in den USA auch das 2. Halbjahr. Die kommende Woche besuchte ich in einem sehr nahen Park, wo wir mit den Hunden einen zweistündigen Spaziergang unternahmen, pflückten frische Erdbeeren und verbrannten ungefähr 20 Weihnachtsbäume aus der Nachbarschaft. 

Vom 16. Januar bis zum 18. Januar ging es wieder zum Campen. Diesmal nicht in St. Augustine, sondern in Melbourne. Das Wetter war sehr schön und wir waren wieder Fischen und genossen die Zeit direkt am Wasser. Über zwei Tage fangen wir rund 80 Fische. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Eineinhalb Wochen später ging es am Donnerstag, dem 28. Januar zum nächsten, von Rotary Florida gesponserten Trip, nach Key West. Key West ist eine kleine Inselgruppe unterhalb von Florida verbunden mit mehreren Brücken. Um den südlichsten Punkt zu erreichen muss man von Miami nochmal ungefähr 3 Stunden mit dem Auto zurücklegen. Um von Orlando die Keys zu erreichen brauchten wir am Ende fast 8 Stunden mit dem Bus. Endlich angekommen wurden wir noch im Bus auf die Zimmer verteilt und versuchten uns ein bisschen mit der Umgebung vertraut zu machen, was jedoch schwierig war weil es schon dunkel war. Wir waren auf dem Zimmer 4 andere Austauschschüler und 3 andere Schüler von Florida die ihr Wochenende ebenfalls mit uns verbrachten. Das Motiv des ganzen langem Wochenende war es Jugendliche auf den Schutz von Ozeanen aufmerksam zu machen. Wir verbrachten viel Zeit zusammen und hatten extrem viel Spaß. Wir waren schnorcheln und erstellten kleine Sketches über aktuelle Themen im Ozeanschutz. Es schien die ganze Zeit die Sonne doch kamen die Temperaturen nicht über 20 Grad, da denkt sich der Großteil von euch natürlich, och schön warm, jedoch gewöhnt man sich sehr schnell an Temperaturen über 20 Grad und ich lernte die letzten 2 Monate tatsächlich den Mythos vom Winter in Florida kennen. Wir hatten viele Tage die mit 2 Grad starteten und nicht über 15 Grad im Nachmittag kamen. Mitte Februar kann man aber die langen Jeans wieder wegpacken da der Winter vorüber ist. Lange Rede kurzer Sinn, ich hab beim Schnorcheln gefroren bis zum geht nicht mehr, es war aber trotzdem eine tolle Erfahrung in fast kristallklarem Wasser zu schwimmen. Nach knapp vier Tagen musste man dann schon wieder Abschied nehmen, was allen sehr sehr schwer viel, weil man einige von den anderen Austauschschülern nicht noch einmal sehen wird. Die Busfahrt nach Hause verging wie im Flug und ich habe von dem Wochenende wieder ein Video gemacht, welches ganz gut zusammenfasst wie viel Spaß wir hatten. https://www.youtube.com/watch?v=oxy1nXrVPZQ

In den letzten zwei Wochen waren dann noch ein paar nennenswerte Erlebnisse. Am nächsten Wochenende nach Key West kamen die Austauschschüler von Miami hoch nach Orlando um zusammen zu Universal zu gehen und zusammen zu Bowlen. 

Am Sonntag war außerdem Superbowl, welchen die Broncos gewannen an alle Interessierten, die die letzte Woche kein Internet hatten. Es war ein lustige Erfahrung den Superbowl in den Staaten zu erleben. Der Superbowl ist das Finale vom Profifootball in den USA und ist von der Bedeutung in den USA gleichzustellen mit dem WM Finale in Deutschland. Am Tag darauf verbachte ich den Tag mit einem anderen Austauschschüler aus Frankreich, seiner Cousine und Gastbruder einen Tag in der Umgebung. Wir ließen uns von einem Seilzug in 50m Höhe schießen lassen und besuchten Gatorland, einem kleinen Erlebnispark wo man hunderte von Alligatoren und Krokodilen bewundern kann. 

Dieses Wochenende war dann eine Ergometer Regatta hier, die nicht mehr als ein Erlebnis war und meinen Valentinstag verbrachte ich erst mit meiner Counselorin und schauten Deadpool, eine absolute Empfehlung für alle Menschen mit Sinn für Humor. Danach traf ich mich mit anderen Austauschschülern bei der direkt anliegenden Mall und wir verbrachten den Nachmittag zusammen dort. 

Ich hoffe ihr hattet alle viel Spaß beim lesen und wünsche euch viel Spaß von wo immer ihr auch den Blog lest. Bis zum nächsten Mal. 

Donnerstag, 14.01.2016

Quartalsbericht Nr. 2

Hallo an alle eifrigen Leser. Es war mal wieder Zeit für einen Bericht für Rotary, den ihr natürlich auch lesen könnt, viel Spaß :)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mein Name ist Claas Buurman und lebe zur Zeit im Distrikt 6980 in Florida, USA. Mein entsendender Rotary Club ist der Rotary Club Emden im Distrikt 1850. 

 

Dieses ist nun mein zweiter Quartalsbericht in meinem Auslandsjahr, in dem ich, wie im Ersten über die Kultur, meine Gastfamilien, Schule, Spracherwerb, Counselor, Rotary, Reisen, Problemsituationen und Sonstiges sprechen werde. 

In meiner Ansicht über die Kultur von Florida hat sich seid meinem letzten Bericht nicht viel geändert. Die Autos und Straßen sind immer noch größer, das Essen ist im Durchschnitt ungesünder und das Angebot an Fastfood ist erschlagend, nicht für einen deutschen Austauschschüler, aber das sei mal vernachlässigt. 

Ende November habe ich dann das erste mal Familien gewechselt. Einen Monat eher als geplant, wegen familiären Problemen, die aber nicht mit mir zusammen hängen aber im Endeffekt war es nicht so schlimm. Meine 2. Gastfamilie ist genau so gut wie die Erste und es ist alles sehr entspannt. In dieser habe ich einen Gastbruder und eine Gastschwester sowie zwei Labradore, die meine besten Freunde sind. Ich habe ein eigenes Badezimmer, was doch ein Luxus ist, den man zu schätzen lernt, aber sonst ist es sehr ähnlich zur ersten Familie. Meine Gastmutter holt uns fast immer von der Schule ab, falls ich kein Rudern habe und bringt mich auch mal zu Freunden oder anderen Aktivitäten. Da bei den Problemen in meiner ersten Gastfamilie das örtliche Jugendamt involviert war, bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob ich zurück wechseln werde. Im Allgemeinen hatte ich jedoch sehr viel Glück mit meinen Familien und fühlte mich von Anfang an, wie zu Hause. 

Kommen wir zur Schule. Schule ist inzwischen wieder zur Routine geworden. Mein anfangs völlig zerstörter Schlafrhythmus hat sich angepasst und ich habe mich dem Schulsystem angepasst. Für das zweite Semester habe ich Mathe gestrichen, da wir im Unterricht nur Sachen lernten, die ich später im Abitur eh nicht brauchen werde. Außerdem hat sich Law Studies, als Halbjahresfach, zu Nutrition and Wellness geändert, Kochunterricht. Durch das entfallende Mathe kann ich meine letzte Unterrichtsstunde jetzt für Hausaufgaben benutzen und dadurch meinen Abend deutlich entlasten. Sonst kam ich jeden Tag um 7 vom Rudern, aß, um danach alle Hausaufgaben zu machen, was dann manchmal vernachlässigt wurde. Generell ist Schule jetzt aber ganz in Ordnung.

Mein Spracherwerb ist inzwischen sehr sehr gut. Ich habe fast keine Probleme mehr Leute zu verstehen und selbst selektives Hören, wenn viele Menschen durcheinander sprechen, geht schon viel besser. Auf Fragen zu antworten oder welche zu stellen, stellt auch kein Problem mehr da. In Englisch zu träumen und jeden Tag quasi nur Englisch zu sprechen hilft einem sehr. 

Mit meiner Counselorin verstehe ich mich immer noch sehr gut. Wir treffen uns mindestens einmal im Monat um irgendwo was zu essen und über die aktuelle Situation zu reden und ich werde auch von ihr jedes Mal zu den Rotary Meetings gebracht und von dort aus auch zur Schule. Im Februar werden wir zusammen in den neuen Film Deadpool gehen, auf den wir beide uns sehr freuen. 

In Rotary hat sich hier auch nichts wirklich geändert. Der erste Rotary Ausflug nach Disney ist vorüber was unglaublich viel Spaß gemacht hat und mit den anderen Austauschschülern aus meinem Distrikt verstehe ich mich immer noch blendend. In eineinhalb Wochen gehts nach Key West, wo ich mich auch schon sehr doll drauf freue. 

Die Reise Planung ist inzwischen auch schon konkreter geworden. Ich habe mich für die Hawaii, die New York-Washington-Philadelphia und die West Cost Reise angemeldet und habe heute für die Hawaii Reise die Bestätigung bekommen. Außerdem werde ich im März mit meiner Gastfamilie Skifahren in Ohio gehen. Allgemein freue ich mich extrem auf alle Reisen und bedanke mich auch ganz herzlich bei meiner Familie nochmal, die mir bei der Realisierung dieser sehr doll hilft. 

Inzwischen kam es zu zwei kleineren Problemsituationen. Die erste hing mit dem Rudern zusammen, was ich hier immer noch tue und was auch immer noch sehr sehr viel Spaß macht. Bei Interesse können sie gerne bei meinem YouTube Channel vorbei schauen (https://www.youtube.com/channel/UCIS9XY50jJaPHJUnWPYerdA/videos), auf dem ich Videos vom Rudern und anderen Austauschaktivitäten, wie Disney hochlade. Bei dem Problem handelte es sich um Kommunikationsschwierigkeiten, dass zu viele Menschen hier in Florida dachten ein anderer macht ihre Arbeit. Rudern in Florida kostet 200$, was utopisch viel ist. Ich dachte ich hätte ein Stipendium fürs rudern was jedoch nicht stimmte. Nach langen Gesprächen wurde mein monatlicher Beitrag auf 50$ reduziert was sehr gut ist. Die zweite Situation war der Wechsel der Gastfamilien was sich jedoch, als nicht so schlimm herausgestellt hat und meiner ersten Gastfamilie geht es inzwischen auch schon viel besser. 

Am Ende möchte ich mich, wie beim ersten Bericht nochmal ganz doll bei allen Leuten bedanken, die mir bis jetzt meinen Austausch ermöglicht haben. Es ist eine unglaubliche Zeit, die ich hier auf der anderen Seite des Ozeans verbringe und auch wenn ich zur Zeit bei 16 Grad tierisch friere möchte ich noch gar nicht an meine Abreise denken. 

 

Mit freundlichen Grüßen, Claas Buurman

Montag, 21.12.2015

Merry Christmas :)

Hallo und herzlich Willkommen zurück zu meinem Blog. Viel zu viel Zeit ist schon wieder verstrichen und es ist viel passiert. Ich habe das erste Mal meine Gastfamilie gewechselt, ich hatte Thanksgiving Urlaub und einen viertägigen Disney Trip mit vielen anderen Austauschschülern. Ich werde in diesem Blog nicht so viel schreiben, sondern den Bildern das erzählen überlassen. In meiner zweiten Gastfamilie habe ich mich direkt zu Hause gefühlt und es macht sehr viel Spaß mit ihnen zu leben. Ich wünsche euch allen viel Spaß und fröhliche Weihnachten, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Sonntag, 15.11.2015

Life in Paradise

Hallo und herzlichen Willkommen zurück auf meinem Blog. Ich weiß, dass mein letzter Eintrag schon wieder viel zu lange zurück liegt, aber als Exchange Student besitzt man ein viel zu kleines Zeitpensum und seid beruhigt, ihr bekommt genau so oft einen Eintrag hier, wie meine Eltern mit mir skypen dürfen. ;-) Wie in den letzten Posts werde ich euch auch jetzt wieder chronologisch über alles berichten: 
Das nächste Event war schon am Montag, dem 12. October. Es war ein Projekt meines Rotary Clubs, das am selben Ort stattfand, wo auch ein Flohmarkt veranstaltet wurde. Im Grunde genommen konnte man sich am Eingang ein Ticket kaufen und hatte dann ein All-You-Can-Eat-Buffet vor sich, von verschiedensten Restaurants, die das Essen sponserten und wo ich Wasser verkauft habe. Das Geld wurde für verschiedene Zwecke gespendet. 
Am darauf folgenden Samstag war dann schon die nächste Regatta, genannt GatorHeadRace. Es ging um 4 Uhr morgens los, was bedeutet das ich die ganze Autofahrt seelenruhig geschlafen hab, um dann ein bisschen ausgeschlafener in Gainesville anzukommen. Ich hatte ein Leichtgewichtsachter-Rennen und ein normales 8er-Rennen. Wir konnten in einem Rennen auf’s Treppchen rudern und belegten einen guten 3. Platz. Das Rennen hat auch sehr viel Spaß gemacht und war eine schöne Erfahrung. 
Am nächsten Donnerstag haben wir uns mit den anderen Austauschschülern getroffen um Kürbisse zu schnitzten. Es hat viel Spaß gemacht und es war schön mal wieder die anderen zu treffen. 
Zwei Tage später hatten wir dann das erste Mal Samstagstraining. Training am Samstag beginnt schon um 7 Uhr, weswegen ich natürlich top fit war:-o  Nach dem Aufwärmen stiegen wir in unsere Boote und hatten ein langes entspanntes Training. 
Eine Woche verging ohne besondere Zwischenfälle, nur am Freitag hatte ich Senior Lunch. Senior Lunch ist ein Treffen aller Schüler der 12. Klasse bei dem das offizielles Abschlussklassenfoto gemacht und zusammen gegessen wird. Am Abend nach dem Training beluden wir dann wieder einmal den Bootsanhänger, denn die nächste Regatta war schon wieder gekommen. Halloween- Regatta, d.h., wir sind am 31. Oktober angekommen. Wie schon fast gewohnt, startete der Tag um 4 Uhr mit einer 2 1/2 stündigen Autofahrt nach Tampa. Dort angekommen entluden wir die Hänger und machten uns für die kommenden Rennen fertig. Ich hatte an diesem Tag drei Rennen und - nur zur Erinnerung - ein Rennen ist immer 5km lang. Ein Leichtgewichtsvierer - und Achter und einen normalen Achter. Wir gewonnen nichts, ruderten im 4er aber auf einen guten 4. Platz. Am Ende der Regatta gewannen wir dann noch einen Team internen Kürbis-Schnitz-Wettkampf. Zurück zu Hause fuhren wir dann noch Essen, weil mein Gastbruder seinen 19. Geburtstag gefeiert hat. 
Nun sind wir schon am 6. November angekommen. Was ist Freitags? GAME DAY! Wir trafen und mit den anderen Ruderleuten am Footballstadium und hofften das unser Team ungeschlagen die Vorrunde der Saison gewinnt, was sie auch schafften. Am kommenden Morgen hatten wir wieder 
frühes Training, zu paradiesischen Bedingungen. Am Sonntag war ich dann mit einem anderen Austauschschüler nochmal bei den Universal Studios, was gleich um die Ecke liegt. 
Die letzte Woche stand dann ganz in der Vorbereitung für meine bis jetzt größte Regatta in den US, mein erstes Verlassen von Florida und das erste Mal in meinem Austausch, dass es für über drei Stunden in Emden wärmer war als bei mir. Genauer gesagt starteten wir am Freitagmorgen - ja Freitag also keine Schule!!! - um 5:30 Uhr mit dem Bus nach Augusta in Nord Georgia. Der Kanal auf dem wir ruderten war genau auf der Grenze zwischen Georgia und South Carolina. Beim fahren zum Start waren wir in Georgia, im Rennen in South Carolina. In Augusta nach 6 1/2 Std Busfahrt hatten wir dann noch ein schöne lange Wassereinheit und fuhren dann zum Hotel, wo wir übernachteten. Das Hotel war sehr sehr nice und nach Spongebob und einer Teambesprechung gingen wir auf unsere Zimmer und schliefen. Um 7 Uhr startete der Tag dann mit dem gelieferten “Frühstück”, ein weiches Brötchen und ein Ei. Mehr war leider erstmal nicht dabei. Doch wir ließen uns nicht unterkriegen, denn der Tag sollte erfolgreich werden. An der Regattastrecken angekommen gingen wir auf die Waage für den leichten 4er. Es wurde aufgewärmt und schon saßen wir im Boot für unser erstes Rennen. Es war ein sehr sehr gutes Rennen, dass später mit einem guten dritten Platz  belohnt wurde. Erste Medaille, check. Mein 2. Rennen war dann der 8er. Same Procidure as last time, aufwärmen, zum Start rudern und dann Race. Es war ebenfalls ein unglaublich gutes Rennen und wir setzten und deutlich gegen sonst dominierende Gegner durch, ein weiterer dritter Platz, Medaille 2, check. Weil ich 4er und 8er gefahren war, konnte ich als einziger an diesem Tag 2 Medaillen abstauben und  so zufrieden die Heimreise antreten. Von diesem Regattatag habe ich jetzt noch 46 Gigabyte an Videos die irgendwann auch verarbeitet werden… An dieser Stelle auch noch mal der Hinweis auf meinen Youtube Channel, https://www.youtube.com/channel/UCIS9XY50jJaPHJUnWPYerdA/videos . Dort lade ich Videos vom Rudern aber auch andere Videos hoch. 
Jetzt seid ihr alle schon wieder auf dem neusten Stand der Dinge. Am Ende möchte ich euch die Rotary-Message geben, und alle bitten, tolerante und weltoffene Menschen zu sein, dass, was in Paris geschehen ist, ist grausam, “Would everyone be a exchange student, or was one there would´t be any war, how can you attack a country if you know there's a friend living in. #prayforparis
Viel Spaß in Emden, und übrigens, ist es inzwischen bei mir auch kälter geworden, wir haben jetzt nur noch 31 Grad. :P
Montag, 12.10.2015

Sport und Essen, alles was man braucht :-)

 Aus Sonntag wurde Montag, dafür entschuldige ich mich natürlich. Austauschschüler haben halt zu wenig Zeit. Jetzt ist schon wieder ein Monat vergangen. Am 6. Oktober war mein zweimonatiges Jubiläum hier. Sehr viel ist passiert, ich werde euch alles erzählen, also setzt euch bequem hin, oder auch nicht.
Aus meinem Plan, vom letzten Blog (nicht der Quartalsbericht) zum Paintballen zu gehen, wurde leider nichts, weil mich die Krankheit doch noch nicht losgelassen hatte. Am Montag dem 14. September war ich dann aber wieder das erste Mal beim Training.
Am Donnerstag hatte ich dann mein nächstes Rotary-Meeting. In diesem hielt ich meinen Vortrag über mich und Emden. Alles lief glatt und ich konnte meinen Club auch einige Male zum Lachen bringen. Am Ende gab es noch schöne Fotos und das Frühstück war auch wieder sehr gut.

Freitag sollte dann auch wieder etwas Besonderes werden. Ich hatte meine erste Pep-Rally. Eine Pep-Rally ist eine Art Parade in der Turnhalle der Schule, um sich auf das am Abend stattfindende Footballgame vorzubereiten. Die Cheerleader zeigen ihre Tänze, was für einen Deutschen, der sowas nicht wirklich gewohnt ist, sehr unterhaltsam ist und die Schulband, ungefähr 80 Leute, blasen einem die Ohren weg. Es war auf jeden Fall eine sehr gute Erfahrung, auch wenn alle Ammis meinten, dass diese Pep-Rally die schlechteste aller Zeiten war.

Am Abend ging ich dann natürlich auch zum Spiel, mit drei anderen Austauschschülern genossen wir die erste Stunde. Da Football aber sehr kompliziert ist, wird das Spiel sehr häufig pausiert, was jeden Jungenrücken tötet. Nach der ersten Stunde war also erst ein Viertel vorbei. Wir saßen noch länger auf dem Schulhof und haben uns unterhalten, was in Florida ja auch gut möglich ist, bei 25 Grad abends, 5 Grad in Deutschland?! räusper... Trotzdem hat das Spiel viel Spaß gemacht und der Himmel bot einen sehr schönen Anblick.



Der Sonntag sollte dann zu einer der besten Tage ever werden. Wir (alle anderen Austauschschüler aus meinem Distrikt und ich) waren um 12 Uhr Mittags zu einer Grillparty von Rotary eingeladen. Das Gastgebender-Pärchen war sehr sehr nett, und das internationales Buffet hat mir sehr geschmeckt. Ich vertrat übrigens Deutschland mit einem (selbstgebackenem) deutschen Käsekuchen. Für alle die vorhaben mal in den USA zu backen, nimmt euch eure gute deutsche Haushaltswaage mit. Ausgerechnet Amerika ist im 18. Jahrhundert hängen geblieben und ließ mich in meinem Hochmut, etwas großartiges zu schaffen, hängen. Hier wird alles in Cups gemessen. Ein Cup ist ein sehr großer tiefer Löffel. Zum Vergleich: ein Cup Mehl sind 120 Gramm. Aber der hochmotivierte Austauschschüler von heute beißt sich dann trotzdem durch und bildet etwas, dass zwar nicht so gut aussieht aber vorzüglich geschmeckt hat. Die Ammis waren zumindest voll begeistert, auch wenn ich doch den Käsekuchen von Mama besser finde. Mit einer Stunde Verspätung traf ich dann auch ein, was aber nicht so schlimm war.
Das absolute Highlight folgt jetzt: Tubing. Ganz einfach erklärt, sehr schnelles Boot vorne, hinten dran ein Autoreifen oder ähnliches. Das Ergebnis ist Fun pur, es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Vor allem weil das Wasser mit angenehmen 27 Grad doch sehr schön war. Es war wunderbar!

Das nächste Wochenende wurde dann von Rotary ein Art Flohmarkt veranstaltet, wo wir Austauschschüler Wasser und zuckerhaltige Getränke für den Austausch verkauften und eine der Austauschschülerinnen ihren Geburtstag feierte.
Und schon wieder eine Woche weiter. Mein zweiter Universal Besuch. Diesmal ein besonderer Anlass, und zwar Halloween. Wie seid 25 Jahren veranstaltet Universal Studios Orlando jedes Jahr zu Halloween “Halloween Horror Nights“. Wie eigentlich alle meiner Freunde wissen, kann man, wenn man von mir reden eher nicht von einem Horrorfilmfan sprechen, um genauer zu sagen, ich hasse Horrorfilme und mach mir vor Angst direkt in die Hose. Deswegen bin ich auch mit einem mulmigen Gefühl dort hingefahren, was durch die ständigen Jammerrufe der anderen Austauschschülern unterstützt wurden. Um 18:30 Uhr kamen wir dann an und waren alle sehr aufgeregt was passieren möge. Im Park liefen überall verkleidete Zombies mit Kettensägen rum, riesige Todesmänner und allesamt unglaublich realistisch geschminkt. Trotzdem, ich weiß nicht warum, aber ich habe mich nicht erschreckt. Und selbst in den Häusern schleppte ich zwar eine Kette von wild, kreischenden Mädchen und Frauen hinter mir her, die mir zu befürchten gaben mein T-Shirt in XL zu verwandeln, aber die Clowns, The Purge Terroristen oder Werwölfe die hinter jeder Ecke hervorsprangen machten mir null Angst, ein ganz bisschen gelangweilt aber trotzdem sehr spannender Abend ging zu Ende und ich schlief traumlos in den nächsten Morgen.

750 Wörter später, wir sind in der letzten Woche angekommen. Am Donnerstag mussten wir leider eine der Austauschschülerinnen verabschieden. Sie kann ihren Austausch aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter machen, weswegen wir uns am Mittwoch noch einmal zusammen eine richtige Ladung Fastfood reingeballert haben und dann Abschied voneinander genommen haben.

Dieses Wochenende war meine erste Regatta in Florida. Einige könnten ja schon mitbekommen haben, was passiert ist, aber ich werde hier alles ganz detailliert schildern. Alles begann am Samstag um 4:30 Uhr morgens. Um 5 Uhr wurde ich von einer anderen Ruderin abgeholt und wir fuhren ins zwei Stunden entfernte Jacksonville, relativ nahe zur Grenze von Georgia. Um 7:45 Uhr war Teamtreffen am Anhänger. Mein erstes Rennen war ein Riemenvierer über 5km. Im Herbst werden in den USA nur 5km gerudert und im Frühling 1,5km. Das Rennen war ok. Wir lagen im ganzen Rennen auf einer Seite was es doch erschwert hat zu rudern. Es hat trotzdem Spaß gemacht und für das erste mal mit den Leuten im Boot, war es eigentlich gar nicht so schlecht. Um 10 Uhr waren wir dann wieder am Land und hatten jetzt 4 Stunden Zeit, bis zum eigentlich wichtigen 8er Rennen. Wir aßen und chillten im Zelt und genossen das Wetter, da es in der Zeit aufgehört hatte zu regnen. Wir gingen pünktlich aufs Wasser und kamen dann am Start an. Wie auf der Karte zu sehen ist, war dieser Platz ziemlich offen und weitläufig. In der Ferne konnte man zu dem Zeitpunkt schon eine ziemlich große Regenfront auf uns zukommen sehen. Wir dachten uns nichts und warteten. Die Regenfront kam näher, der Wind wurde stärker, und die Wellen wurde ungefähr 30cm hoch. Es wurde schwieriger zu rudern und dann passierte es. Die Wellen wurden so hoch das sie uns einfach überrollten. Die Folge: das komplette Boot war unter Wasser und wurde nur noch von den zwei Luftkasten vorne und hinten am Boot “oben“ gehalten. Alle saßen mindestens bis zum Bauchnabel im Wasser. Es dauerte 5 min bis überhaupt sich ein Motorboot der Regattaleitung in unsere Richtung bewegte. Als erstes sollten wir versuchen zu rudern, was natürlich nicht möglich war. Dann kam ein Schiff der US Feuerwehr Seerettung. Alle aus dem Boot, bis auf mich und 3 weitere kamen auf das Boot der Regattaleitung, wir im Wasser nahmen alle Riemen aus dem Boot, schwammen sie zu einem weiteren Boot und stiegen dann schließlich auf das Feuerwehrschiff auf. Ohne Mannschaft konnte man unseren 8er jetzt zumindest wieder sehen und er wurde zu einem 15 Meter breiten Sandabschnitt am Ufer geschleppt, wo wir Sportler vorher schon hingebracht wurden. Mit vielen Flaschen wurde das Boot so leer wie möglich gemacht und dann mit aller Kraft über den Kopf gehoben. Nach dem Regen Dusche Nummer zwei, aber das Boot war danach wieder einigermaßen leer. Wie machten alles fertig, stiegen nacheinander ein und fuhren dann zurück. Es sind auch noch zwei weitere Boote abgesoffen. Ein Mädchen 4er und ein weiterer Jungs 8er. Wir halfen beiden Booten bei den Mädchen haben wir jetzt noch was gut. Das Rennen haben wir logischer Weise verpasst, Spaß hatten wir trotzdem ohne Ende. Es war unglaublich und eine sehr gute gruppenbildende Maßnahme. Das Beste an der ganzen Geschichte ist jedoch, dass wir meine GoPro dabei hatten und von all dem, ein Video haben. Falls ihr es noch nicht gesehen habt empfehle ich das natürlich zu machen. https://www.youtube.com/watch?v=zk-biI-wRTE .
Am Land angekommen bauten wir die Ausleger ab, beluden den Hänger und fuhren dann zurück nach Hause. Auf dem Rückweg machten wir noch einen halt bei dem College, wo unser Trainer studiert hat (Karte). Schlusswort, erste Regatta: unglaubliche Erfahrungen.

Am Sonntag haben wir Vormittags mit meinem Gastvater, der einen Pizzaladen hat, zusammen mit anderen Austauschschülern Pizza gemacht. Es war sehr lecker.
Ich bedanke mich an alle Blogleser und wünsche euch schöne Tage bis zum nächsten Blog. Mir geht es sehr gut hier und ihr müsst keine Sorgen haben, ich vermisse euch nicht sooo doll ;-). OK ich vermisse Brötchen, weil die hier keine richtigen Brötchen haben aber das ist eine andere Geschichte.

Freitag, 09.10.2015

Quartalsbericht

Endlich kommt mal wieder ein Update. Der folgende Post ist mein erster Quartalsbericht für Rotary. Am Sonntag kommt dann ein Update über die letzten Wochen, viel Spaß:

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Claas Buurman und ich bin im Schuljahr 2015/16 in den USA, genauer in Florida im Distrikt 6980 gehostet vom Rotary Club Altamonte Springs. Gesponsert werde ich vom Rotary Club Emden im Distrikt 1850.
Dies ist mein erster Quartalsbericht, in dem ich über mein bisherigen Aufenthalt berichten werde.
Als erstes werde ich über die Kultur in Florida berichten. Im Großen und Ganzen ähneln sich die Kulturen von Deutschland und den USA sehr. Es gibt keine großen Unterschiede, aber ein paar gibt es. Als erstes ist alles größer, die Straßen sind mindestens zweispurig und die Autos sind dem entsprechend auch größer. Es wird viel mehr Toyota gefahren und einen VW sieht man eher selten. Dem sehr tropischen Wetter angemessen, wird sich außerhalb einer Klimaanlage meistens nur mit dem Auto bewegt und allgemein ist man sehr auf Gastfamilie, Freunde oder Bekannte über 18 Jahre angewiesen, die legal Autofahren dürfen. Außerdem wird nicht so auf Tischmanieren geachtet und der Anteil an Fastfood pro Woche ist rasant angestiegen.
Meine Gastfamilie ist perfekt. In Florida muss eine Familie, die einen Austauschschüler versendet keinen Austauschschüler aus einem anderen Land aufnehmen. Also werden die Gastfamilien meistens genau nach den Bewerbung der einzelnen Austauschschülern ausgewählt. Zu Hause leben mit mir 7 Leute: zwei Gastbrüder, eine Gastschwester, der Bruder meiner Gastmutter, meine Gasteltern und ich. Zu der Familie gehören noch drei weitere Gastschwestern und ein Gastbruder, die aber nicht mehr zu Hause leben. Außerdem lebt der Freund meiner Gastschwester noch halb zu Hause. Ich fühle mich in meiner jetzigen Familie sehr wohl. Ich bin ein Teil der Familie, wir können über alles reden und dazu kommt noch, dass beide Gastbrüder 18 sind wodurch ich fast keine Probleme damit habe irgendwo hinzukommen. Zwei Hunde sind auch noch ein Teil der Familie, ein Dachshund und ein Dackel, beide sehr süß, wobei sie mir inzwischen doch manchmal ein wenig auf den Geist gehen, wenn sie mal wieder Hunde in 20km Entfernung anbellen. Meine erste und zweite Familie haben sich die letzten Wochen darum gestritten, wann ich denn endlich die Familie wechsele. Ich wechsele jetzt nach Weihnachten und gehe dann nach einigen Monaten zu meiner ersten Gastfamilie zurück.
Die Schule war für mich am Anfang ein ganz schön großer Unterschied. In Deutschland habe ich durch gute mündliche Beteiligung nie Hausaufgaben machen müssen und habe gefühlt das erste mal in meinem Leben hier Hausaufgaben gemacht. Aber wie man ja auf den Orientations schon drauf vorbereitet war, sind die ersten Wochen Schule immer sehr anstrengend. Dazu kam noch der Schlafrhythmuswechsel. 10Min früher aufstehen klingt lächerlich, dazu aber noch später ins Bett lässt jeden noch so motivierten Austauschschüler ermüden. Inzwischen habe ich mich an alles gewöhnt und auch die ständigen Tests und Quizze werden besser. Allgemein wird eher nicht so auf mündliche Beteiligung geachtet sondern eher durch wöchentliche Tests der Lernstand überprüft. Wie in der Grundschule in Deutschland hat man jeden Tag alle Fächer. Mein Tag beginnt um 7:15 Uhr mit Law Studies, ein sehr entspannter Kurs in dem man sich mit den den amerikanischen Gesetzen auseinander setzt. Darauf folgen U.S. Geschichte, Physik und Englisch. Dann habe ich Literature in Media, ein Kurs in dem man Filme schaut und danach einen Aufsatz darüber schreibt, Mathe und Schwimmen. Um 14:20 Uhr ist die Schule dann zu Ende. Zwischen den Stunden gibt es nur 5min Pause in denen man nur den Raum wechseln kann, jeder Lehrer hat seinen eigenen Raum und die Mittagspause ist eine halbe Stunde lang. In der Schulmensa gibt es typisch USA Hamburger und Pizza. Am Mittwoch dauert jede Stunde nur eine ¾ Stunde wodurch der Tag schon um 13:25 Uhr zu Ende ist.
Mein Spracherwerb geht gut voran. Da man ja seid der 3. Klasse schon Englisch in der Schule hat geht man ja schon mit einer sehr guten Basis in seinen Austausch. Von anderen Austauschschülern habe ich schon gehört, dass sie große Probleme mit dem in ihrer Region vorherrschendem Dialekt zu kämpfen haben. Ich habe dieses Problem zum Glück nicht, wenn nicht gerade 3 Menschen versuchen mir etwas gleichzeitig zu erklären kann ich alles sehr gut verstehen und auch antworten. Mir ist aber aufgefallen, dass es manchmal schwierig ist Sarkasmus und Ironie zu benutzen, wenn man mit einem anderen Austauschschüler redet.
Nach meinem ersten Rotary Meeting wurde mir meine Counselorin vorgestellt. Sie ist eine sehr nette junge Frau. Wir haben bis jetzt noch nichts spezielles unternommen aber sie hat mich schon einmal mit zu einem Rotary Meeting gebracht.
Allgemein ist Rotary in Florida ein wenig anders aufgebaut. Die Exchangeofficer müssen nicht unbedingt einem bestimmten Rotary Club angehören und nur in meinem Distrikt gibt es 47 verschieden Clubs. Mein Club hat 37 Rotarier und das Meeting ist jeden Donnerstag um 7:15 Morgens. Es ist ein sehr aktiver und lockerer Club indem ich am 27. August auch schon mein Vortrag über meine Heimatstadt und mich gehalten habe. Auf Distrikt Basis ist Rotary auch sehr aktiv. Die erste Orientation ist schon lange vorbei und es werden noch 2 weitere folgen. Die 2. zu den Universal Studios und die 3. zu Florida Key West. In meinem Distrikt sind 14 weitere Austauschschüler mit denen ich mich sehr sehr gut verstehe. Jedes Wochenende unternehmen wir etwas zusammen was unglaublich viel Spaß macht jedes Mal.
Auf der ersten Orientation wurde uns außerdem ein Vortrag von Belo USA gehalten welche Reisen wir über das Jahr machen können. Eine 14 tägige Westcost Tour, einen eine Woche langen New York Trip, eine eine Woche lange New York-Washington-Philadelphia Tour, wobei diese beiden Reisen gleichzeitig stattfinden und eine eine Woche lange Hawaii Reise. Ich plane an der Westcost Tour und dem New York-Washington-Philadelphia teilzunehmen. Außerdem versuche ich noch die Hawaii Reise zu realisieren, was jedoch finanzielle Schwierigkeiten mit sich bringt.
Über sonstige Problemsituationen kann ich mich zum Glück nicht beschweren und ich hoffe es wird auch nicht dazu kommen.
Ich bin wunschlos glücklich und die knappen zwei Monate, die ich bis jetzt im Sunshine State verbringe sind jetzt schon die besten in meinem Leben. Ich danke Rotary schonmal jetzt, dass ich diese Erfahrung machen darf und ein Rotary Austauschschüler sein darf.

Mit freundlichen Grüßen, Claas Buurman

Sonntag, 13.09.2015

Schwimmen und Geschwimmt werden?!

Schon wieder sind mehr als zwei Wochen vorbei, erster Monat Jubiläum ist auch vorüber gegangen. Doch Florida hat trotz ungelegnem Dauerregen und erster Krankheit nicht an Reiz verloren. Doch dazu später mehr.

Am Wochenende um den 29. August herum war ich das erste Mal an einem Spring. Ein Spring, was ist das? Ein Spring ist eine Quelle. Hier in der Umgangssprache dazugehörig der Nachfolgende Fluss/Bach. In Florida gibt es viele Springs also trafen wir uns mit den anderen Austauschschülern an einem, genannt Rock Springs im Kelly Park. Durch die sehr begrenzten Parkmöglichkeiten ging es schon früh am Morgen los. Mit McDonalds als Energielieferant für den Tag kamen wir gut gefrühstückt um 8 Uhr an. Treffen war um 9 Uhr also hatten wir, meine Gastschwester und ihr Freund, noch genug Zeit den Spring zu erkunden. Die ersten Eindrücke waren echt wunderschön. Das Wasser war kristallklar und es schien die Sonne. Später kamen dann auch die anderen dazu und wir gingen gemeinsam zum Anfang des Baches. Das Wasser war am Anfang eisig kalt. Über den Tag hinweg wurde es dann besser aber es war trotzdem frisch. Mein erster Besuch eines Springs hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf weitere Male an diesem oder anderen Springs.

Am Sonntag des gleichen Wochenendes waren einige andere Austauschschüler und ich noch gemeinsam Bowlen. Es hat viel Spaß gemacht und ich konnte mit meiner unendlichen Inkompetenz die Massen begeistern. Am Abend gab es dann die lange angekündigte “Goodbye Sommer, Welcome Claas“ Grillparty. Es war sehr lecker und ich lernte weitere Freunde der Familie, jung und alt, kennen.

 

Am Montag wurde das Rudertraining mit einem sehr heftigen Gewitter beendet das noch vom Tropensturm Erika übergeblieben war.

 

Letztes Wochenende hatte ich dann meinen ersten Besuch bei Universal, ein Themen Park zu vergleichen mit dem Heide Park, nur wie das in den USA ja üblich ist sehr viel größer. Universal war aber leider für meinen ersten Besuch gar nicht mal so gut, weil, wie der Titel schon verrät, wir ziemlich geschwimmt worden sind vom lieben Wettergott. Es hat die ersten zwei Stunden wirklich sehr sehr viel geregnet. Die Achterbahnen waren trotzdem der Hammer und auf meine Fotos vom Harry Potter Castle bekam ich antworten aus der ganzen Welt, Deutsche wie Brasilianer lieben Harry. Ich habe es auch geliebt, vor allem weil es im Schloss trocken war. In einem kleinen Schauer wurde unser Universal Besuch dann auch beendet. Danach gingen wir zu einem neuen Fastfoodladen, mit einem Pizza – all you can eat Buffet. Es hört sich so gut an wie es war. Sehr müde wurde ich an dem Abend dann noch von einem anderen Austauschschüler abgeholt und zu seinem Haus gebracht wo ich auch übernachtet habe. Warum? Weil wir am nächsten Morgen schon um 6 Uhr zu einem Surfwettkampf aufgebrochen sind. Nachdem einer der Austauschschüler seinen Finallauf absolviert hatte, zeigte er uns die Grundschritte im Surfen. Nach einer halben Stunde gingen wir dann gemeinsam ins Wasser und versuchten die Wellen zu reiten. 4 Stunden hielten wir es im lau warmen Wasser aus und es hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht. Am Ende hab ich jede zweite Welle, die ich mir erpaddeln konnte, auch gesurft. Um 15 Uhr fuhren wir dann wieder nach Hause. Es war ein unglaublich schöner Tag, der Strand, das Wasser und das Surfen (zumindest die Versuche) waren wundervoll. Warum war ich eigentlich an einem Montag Surfen? Am Montag war hier Labor Day, das Gleiche wie in Deutschland Tag der Arbeit am 1. Mai. Als ich dann wieder zu Hause war merkte ich schon langsam was auf mich zu kam. Ich war sehr müde, heiser und meine Nase wurde langsam zu. Am nächsten Morgen war dann wieder Schule. Ich wollte die ganze Zeit eig nur schlafen. Der nächste Tag Schule wurde dann frühzeitig beendet und ich lag bis gestern mit leichtem Fieber einer starken Erkältung und Halsschmerzen im Bett. Meine Gastmutter kümmerte sich aber sehr gut um mich, so konnte man es einigermaßen aushalten.

 

Morgen geht es zum Paintballen. Ich freue mich minimal darauf. Mein 3. Blogpost ist somit auch schon wieder zu Ende, danke für das Lesen und bis zum Nächsten.

Mittwoch, 26.08.2015

Das Leben im Sunshine State

Fast zwei Wochen sind jetzt schon wieder vergangen. Ich war doch sehr verwundert, als ich auf das Datum geschaut hab wie schnell die Zeit vergeht. Viel ist passiert!

In der ersten Woche habe ich das erste Mal einen Walmart besucht und musste mich für meine Schule anmelden und meine Kurse wählen. Im Walmart habe ich mich als erstes in die Handicapshoppingcarts verliebt. Die kann man sich so vorstellen, dass man vor sich die Hälfte eines normalen Einkaufswagen hat und man selber sitzt auf einem elektrischen Kart mit dem man entspannt durch die Gänge fahren kann ohne etwas zu tun, typisch Amerika. Das Beste: beim Rückwährtsfahren piepen die. Beim ersten Austesten habe ich mich vor Lachen kaum wieder einbekommen. Beim herumfahren traf ich dann auf pinke Shotguns für Kinder ab 10 Jahren. 

 

Am Abend hatte ich dann mein erstes American Barbecue (Grillen). Es war sehr sehr lecker. Es gab Burger mit gegrilltem Fleisch und deutsche Bratwürste die wir im Walmart gefunden hatten. 

Der nächste Tag war der erste Schulbesuch zum Anmelden. Insgesamt dauerte es durch "logistische Schwierigkeiten" dann bis zum nächsten Montag (18.08.), am Montag startete die Schule auch schon bis ich meinen Stundenplan hatte, aber zu meinen Schulerfahrungen bis jetzt später. Um 10 Uhr hatte ich dann den ersten Besuch eines Bären außerhalb eines Zoos. Es begann damit, dass der Bruder meiner Gastmutter hoch rief, dass sie Garage doch bitte zugemacht werden müsste, weil draußen ein Bär ist. Mein Gastbruder schloss diese und kam dann hoch um den Bären aus dem Fenster mit anzuschauen. Dieser machte sich gerade mit dem Müll aus dem Staub. Nach 5 min rannten wir alle ins Auto und fuhren ein bisschen durch die Nachbarschaft. Auf dem Rückweg fanden wir dann den Bären im Garten eines Nachbarns im Halbschlaf. Der Bär war ungefähr so groß, wie die fetten Bären im Zoo. Es war ein Braunbär oder Grizzly. Der ganze Spaß war dann vorbei als die Polizei kam und alle wegschickte, was mit dem Bären passiert ist weiß niemand.

Am Wochenende ging es dann auf die erste Orientation, ein treffen mit allen anderen Austauschschülern aus Florida, ungefähr 80 und einigen Rotariern und Rotexern, die die ganze Organisation übernahmen. Am Freitag ging es los und nach der Ankunft wurden wir auf unsere Häuser aufgeteilt und es gab Abendessen. Nach diesem trafen wir uns dann alle, zumindest alle anderen Austauschschüler und wir unterhielten uns und lernten einander näher kennen. Den Rest des Wochenende kann man relativ kurz zusammenfassen: es war ziemlich langweilig, weil wir uns nur Vortäge anhören mussten. Abends war es aber immer sehr schön mit den anderen zu chillen und Pins für den Blazer auszutauschen. 

Am Montag begann für mich dann zum Glück noch nicht die Schule, weil ich echt müde war und weil mein Stundenplan noch nicht fertig war. Wir fuhren aber ja trotzdem hin um diesen endlich fertig zu machen. Das war so weit auch unproblematisch, nur dass die Frau die mir half irgendwann sagte, dass sie jetzt los müsse und ich mich ein bisschen beeilen solle. Ohne jegliche Erfahrung im Kurs wählen fand ich das zwar ein bisschen unhöflich, aber ok. Das sind meine Kurse: Law Studies (man befasst sich mit Gesetzen der USA), US History (Geschichte der USA), Physik, Englisch, Literature in the Media (man schaut sich Filme an und schreibt danach einen Aufsatz drüber), Mathe und Schwimmen. Schwimmen war das erste mal am letzten Freitag, es hat sehr viel Spaß gemacht und war mal wieder schön seid langer Zeit vernünftig zu schwimmen. Im Allgemeinen ist die Schule jetzt ganz ok, die erste Woche war sehr schwierig und anstrengend aber langsam wird es besser. Das Niveau ist zwar niedriger als in Deutschland, das bringt mir aber fast nichts, weil alles nunmal auf Englisch ist. Morgens bevor meiner ersten Unterrichtsstunde hat man immer einen schönen Blick auf den Sonnenaufgang, die Schule beginnt um 7:15 Uhr. 

Turnhalle

Insgeamt regnet es Abends sehr viel. Meistens mit einem ordentlichen Gewitter. Einen Tag war ich mit meiner Gastmutter einkaufen, und da die Blitze so nah einschlugen ging andauernd der Feueralarm an. Deswegen kam dann auch die Feuerwehr. Am Abend gab es dann wieder ein Gewitter.

 

Am Freitag war ich dann auch das erste Mal Gast bei einem Footballspiel. Es war eine tolle Erfahrung und hat Spaß gemacht zu zuschauen. Am Samstag holten wir meinen dritten Gastbruder, der über den Sommer bei Facebook gearbeitet hat vom Flughafen ab. 

Der Sonntag war dann der Geburtstag von einem Austauschschüler. Seine Gastmutter hatte eine Überraschungsparty organisiert und so waren ich, einige Rotarier und andere Austauschschüler um halb 4 bei seinem Haus und warteten auf ihn. Er hat sich sehr gefreut und nach einem kleinen Snack gingen wir Jugendlichen in den Pool. Die nachfolgenden Fotos zeigen, seine Gastfamilie hat richtig Kohle. Das war auch eine der schönsten Erfahrungen bis jetzt, da wir zusammen den Sonnenuntergang im Pool mit einem Stück Kuchen genießen konnten. Es war ein sehr schöner Tag.

Heute wurde ein großer Traum meines Austausches war, ich hatte das erste Mal Rudern hier. Es war eine unglaubliche Erfahrung, obwohl wir noch nicht mal auf dem Wasser waren. Es war extrem anstrengend aber wir haben im zweiten Teil Training draußen auf einer Wiese gemacht. Mit einem 5kg Gewicht in der Hand mit ausgestreckten Armen haben wir nach 20min Ergometer Belastung 15, 10 und 5 Kniebeugen gemacht und danach gekniet die Arme ausgestreckt 15 Sekunden halten. Dann 10 Liegestütze und 15 Sit-Ups und 10 Strecksprünge+Liegestütze und das ganze 5 Runden lang. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich hab mich nach einem Tag schon, wie ein Teil der Gruppe gefühlt. Sie waren alle sehr nett. Außerdem habe ich jetzt jetzt wieder ein gutes Gefühl, da ich bestimmt jegliches Fastfood der letzten Wochen dreimal verbrannt habe.

Ich hoffe euch hat mein zweiter Blogpost gefallen, viel Spaß in Deutschland, mein nächster Eintrag kommt. 

Dienstag, 11.08.2015

Reise+Ankunft

Das ist nun mein erster Post in diesem Blog. Das Abenteuer begann am 6. August um 5:50. Der liebevolle Klang meines Weckers war das erste, was ich an diesem Tag hörte und nach dem Fertigmachen und Frühstück kamen 3 Freunde um 7:15 Uhr. Um halb 8 starteten wir dann nach Bremen um dort für ein Jahr Abschied zu nehmen. Nach dem Abholen der Bordkarte aßen wir noch ein bisschen in einer Bäckerei im Flughafen und gingen dann um 10:30 zum Gate. Der Abschied war nicht schön, aber zumindest für mich war die Alternative zum regnerischen Wetter in Emden gegeben. Also sagten wir Auf Wiedersehen! Und trennten uns am Gate. Hinter der Kofferkontrolle warteten schon andere Austauschschüler auf mich, die mit ihrem Gruppenflug über Frankfurt nach Mexiko flogen. Der Flug startete pünktlich und so saß ich nun im meinem Flugzeug, jetzt gab es kein Weg mehr zurück. Ein bisschen nervös und viel zu unaufgeregt ging die erste Stunde schnell vorbei und ich landete in Frankfurt. Dort trennten sich die Wege von mir und den anderen Austauschschülern und gleichzeitig lernte ich die Größe des Frankfurter Flughafens kennen. Mein neues Gate war am letzten Zipfel des Flughafens. Also führte ich meinen Koffer noch ein bisschen spazieren und nahm dabei noch einen kleinen Snack von McDonalds zu mir. Um 13:40 startete dann der Transatlantikflug. Ich nahm in einer Boing 747-400 meinen Platz, neben einer Familie die in ihren Urlaub startete ein. Der Flug lässt sich ganz einfach zusammenfassen. Meine Augen waren danach Rechteckig. Schlafen war durch die Aufregung einfach nicht möglich. So kam ich dann im Sunshine State an. Nach der Visakontrolle und Abnahme meiner Fingerabdrücke konnte ich endlich meinen Koffer in Empfang nehmen. So kam ich dann um 18:30 US Zeit an. Also 00:30 Deutscher Zeit. Ich wurde von meiner sehr sehr netten Gastfamilie+Freund und einigen Rotariern begrüßt. Und dort im Flughafen lernte ich das erste Mal die Hitze Floridas kennen. In einem Aufzug gab es keine Klimaanlage, innerhalb von 3 Sekunden merkt man wie es einem extrem warm wird und das Atmen wie in einer Sauna ist. Wir gingen zum Auto und fuhren zu einem Burgerladen den ich vorher aussuchen durfte. Wir aßen zusammen, was sehr lecker war und fuhren dann nach Hause. Nach 22 Stunden ohne Schlaf verschoben wir die Haustour auf später und ich ging schlafen.

 Flugzeug Frankfurt-Orlando  

Die zwei nachfolgende Tage waren dann eher unspektakulär. Ich half dem Freund meiner Gastschwester beim umziehen und entdeckte mehr von meiner neuen Umgebung. Meine Erkenntnis: Alles ist größer, die Autos, die Straßen, das Essen, einfach sehr viel.

 

An meinem vierten Tag, dem 9. August, wurde ich morgens um 9 Uhr von meiner zweiten Gastfamilie abgeholt, wir fuhren erst zu meinem zweiten, zukünftigen zu Hause, dort lernte ich auch die Labradorgeschwister meiner zweiten Familie kennen, ein brauner und ein blonder Hund. Nach dem drei Jungs aus der Fußballmannschaft meines Gastbruders angekommen waren fuhren wir zusammen zum ungefähr 1 ½ Stunden entfernten Melbourne direkt am Atlantik. Meine Gastmutter und ich lieferten die anderen Jungs bei einem Fußballplatz ab und fuhren dann in Richtung Strand. Um an den Atlantik zu kommen muss man über eine große Brücke fahren, weil große Teile der Küste von einem ungefähr 1 ½ Kilometer breitem Landstreifen geschützt sind. Zwischen dem Festland und dem Landstreifen liegen rund 2 Kilometer Wasser. Am Strand angekommen war der Anblick überwältigend, wo man auch hinschaute, entweder nicht enden wollende Wassermassen oder weißer Strand. Wir fragten noch nach einem Restaurant und fuhren dann zum Fußballplatz zurück. Mein Gastbruder gewann das Spiel mit 3:1. Danach gingen wir zu dem Restaurant, aßen Pizza und gingen dann schwimmen, bei 34 Grad Celsius Außentemperatur im Schatten kann ein Ozean schon gut abkühlen. Nach 2 Stunde schwimmen machten wir bei der Heimfahrt noch kurz bei Dunkin Donuts halt und waren dann um halb 6 wieder zu Hause.

 

Am Tag darauf trafen sich einige andere Austauschschüler und ich bei unserer Rotary Counselorin um einen Englischtest für Rotary zu machen und vorher beim Healthdepartment die Bescheinigung vom Arzt abzuholen, dass man auch fit genug für die Schule ist. Der Arzttermin war sehr lange und der Englischtest dauerte auch knappe 2 Stunden. Trotzdem war es sehr schön, da man die anderen Austauschschüler das erste Mal getroffen hatte und man sich über die bis jetzt gesammelten Eindrücke austauschen konnte.

Insgesamt ist meine Gastfamilie sehr sehr nett. Ich habe zu Hause 4 Gastgeschwister, 2 Brüder, 2 Schwestern mit denen ich mich sehr gut verstehe, 2 Hunde die sehr cool sind und der Bruder meiner Gastmutter. Ich habe jetzt die ersten Tage sehr genau beschrieben, für das kommende Jahr habe ich vor eher zusammenfassend zu beschreiben, außer es ist was besonderes passiert. Viel Spaß :)

Mittwoch, 05.08.2015

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.