Berichte von 08/2015

Mittwoch, 26.08.2015

Das Leben im Sunshine State

Fast zwei Wochen sind jetzt schon wieder vergangen. Ich war doch sehr verwundert, als ich auf das Datum geschaut hab wie schnell die Zeit vergeht. Viel ist passiert!

In der ersten Woche habe ich das erste Mal einen Walmart besucht und musste mich für meine Schule anmelden und meine Kurse wählen. Im Walmart habe ich mich als erstes in die Handicapshoppingcarts verliebt. Die kann man sich so vorstellen, dass man vor sich die Hälfte eines normalen Einkaufswagen hat und man selber sitzt auf einem elektrischen Kart mit dem man entspannt durch die Gänge fahren kann ohne etwas zu tun, typisch Amerika. Das Beste: beim Rückwährtsfahren piepen die. Beim ersten Austesten habe ich mich vor Lachen kaum wieder einbekommen. Beim herumfahren traf ich dann auf pinke Shotguns für Kinder ab 10 Jahren. 

 

Am Abend hatte ich dann mein erstes American Barbecue (Grillen). Es war sehr sehr lecker. Es gab Burger mit gegrilltem Fleisch und deutsche Bratwürste die wir im Walmart gefunden hatten. 

Der nächste Tag war der erste Schulbesuch zum Anmelden. Insgesamt dauerte es durch "logistische Schwierigkeiten" dann bis zum nächsten Montag (18.08.), am Montag startete die Schule auch schon bis ich meinen Stundenplan hatte, aber zu meinen Schulerfahrungen bis jetzt später. Um 10 Uhr hatte ich dann den ersten Besuch eines Bären außerhalb eines Zoos. Es begann damit, dass der Bruder meiner Gastmutter hoch rief, dass sie Garage doch bitte zugemacht werden müsste, weil draußen ein Bär ist. Mein Gastbruder schloss diese und kam dann hoch um den Bären aus dem Fenster mit anzuschauen. Dieser machte sich gerade mit dem Müll aus dem Staub. Nach 5 min rannten wir alle ins Auto und fuhren ein bisschen durch die Nachbarschaft. Auf dem Rückweg fanden wir dann den Bären im Garten eines Nachbarns im Halbschlaf. Der Bär war ungefähr so groß, wie die fetten Bären im Zoo. Es war ein Braunbär oder Grizzly. Der ganze Spaß war dann vorbei als die Polizei kam und alle wegschickte, was mit dem Bären passiert ist weiß niemand.

Am Wochenende ging es dann auf die erste Orientation, ein treffen mit allen anderen Austauschschülern aus Florida, ungefähr 80 und einigen Rotariern und Rotexern, die die ganze Organisation übernahmen. Am Freitag ging es los und nach der Ankunft wurden wir auf unsere Häuser aufgeteilt und es gab Abendessen. Nach diesem trafen wir uns dann alle, zumindest alle anderen Austauschschüler und wir unterhielten uns und lernten einander näher kennen. Den Rest des Wochenende kann man relativ kurz zusammenfassen: es war ziemlich langweilig, weil wir uns nur Vortäge anhören mussten. Abends war es aber immer sehr schön mit den anderen zu chillen und Pins für den Blazer auszutauschen. 

Am Montag begann für mich dann zum Glück noch nicht die Schule, weil ich echt müde war und weil mein Stundenplan noch nicht fertig war. Wir fuhren aber ja trotzdem hin um diesen endlich fertig zu machen. Das war so weit auch unproblematisch, nur dass die Frau die mir half irgendwann sagte, dass sie jetzt los müsse und ich mich ein bisschen beeilen solle. Ohne jegliche Erfahrung im Kurs wählen fand ich das zwar ein bisschen unhöflich, aber ok. Das sind meine Kurse: Law Studies (man befasst sich mit Gesetzen der USA), US History (Geschichte der USA), Physik, Englisch, Literature in the Media (man schaut sich Filme an und schreibt danach einen Aufsatz drüber), Mathe und Schwimmen. Schwimmen war das erste mal am letzten Freitag, es hat sehr viel Spaß gemacht und war mal wieder schön seid langer Zeit vernünftig zu schwimmen. Im Allgemeinen ist die Schule jetzt ganz ok, die erste Woche war sehr schwierig und anstrengend aber langsam wird es besser. Das Niveau ist zwar niedriger als in Deutschland, das bringt mir aber fast nichts, weil alles nunmal auf Englisch ist. Morgens bevor meiner ersten Unterrichtsstunde hat man immer einen schönen Blick auf den Sonnenaufgang, die Schule beginnt um 7:15 Uhr. 

Turnhalle

Insgeamt regnet es Abends sehr viel. Meistens mit einem ordentlichen Gewitter. Einen Tag war ich mit meiner Gastmutter einkaufen, und da die Blitze so nah einschlugen ging andauernd der Feueralarm an. Deswegen kam dann auch die Feuerwehr. Am Abend gab es dann wieder ein Gewitter.

 

Am Freitag war ich dann auch das erste Mal Gast bei einem Footballspiel. Es war eine tolle Erfahrung und hat Spaß gemacht zu zuschauen. Am Samstag holten wir meinen dritten Gastbruder, der über den Sommer bei Facebook gearbeitet hat vom Flughafen ab. 

Der Sonntag war dann der Geburtstag von einem Austauschschüler. Seine Gastmutter hatte eine Überraschungsparty organisiert und so waren ich, einige Rotarier und andere Austauschschüler um halb 4 bei seinem Haus und warteten auf ihn. Er hat sich sehr gefreut und nach einem kleinen Snack gingen wir Jugendlichen in den Pool. Die nachfolgenden Fotos zeigen, seine Gastfamilie hat richtig Kohle. Das war auch eine der schönsten Erfahrungen bis jetzt, da wir zusammen den Sonnenuntergang im Pool mit einem Stück Kuchen genießen konnten. Es war ein sehr schöner Tag.

Heute wurde ein großer Traum meines Austausches war, ich hatte das erste Mal Rudern hier. Es war eine unglaubliche Erfahrung, obwohl wir noch nicht mal auf dem Wasser waren. Es war extrem anstrengend aber wir haben im zweiten Teil Training draußen auf einer Wiese gemacht. Mit einem 5kg Gewicht in der Hand mit ausgestreckten Armen haben wir nach 20min Ergometer Belastung 15, 10 und 5 Kniebeugen gemacht und danach gekniet die Arme ausgestreckt 15 Sekunden halten. Dann 10 Liegestütze und 15 Sit-Ups und 10 Strecksprünge+Liegestütze und das ganze 5 Runden lang. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich hab mich nach einem Tag schon, wie ein Teil der Gruppe gefühlt. Sie waren alle sehr nett. Außerdem habe ich jetzt jetzt wieder ein gutes Gefühl, da ich bestimmt jegliches Fastfood der letzten Wochen dreimal verbrannt habe.

Ich hoffe euch hat mein zweiter Blogpost gefallen, viel Spaß in Deutschland, mein nächster Eintrag kommt. 

Dienstag, 11.08.2015

Reise+Ankunft

Das ist nun mein erster Post in diesem Blog. Das Abenteuer begann am 6. August um 5:50. Der liebevolle Klang meines Weckers war das erste, was ich an diesem Tag hörte und nach dem Fertigmachen und Frühstück kamen 3 Freunde um 7:15 Uhr. Um halb 8 starteten wir dann nach Bremen um dort für ein Jahr Abschied zu nehmen. Nach dem Abholen der Bordkarte aßen wir noch ein bisschen in einer Bäckerei im Flughafen und gingen dann um 10:30 zum Gate. Der Abschied war nicht schön, aber zumindest für mich war die Alternative zum regnerischen Wetter in Emden gegeben. Also sagten wir Auf Wiedersehen! Und trennten uns am Gate. Hinter der Kofferkontrolle warteten schon andere Austauschschüler auf mich, die mit ihrem Gruppenflug über Frankfurt nach Mexiko flogen. Der Flug startete pünktlich und so saß ich nun im meinem Flugzeug, jetzt gab es kein Weg mehr zurück. Ein bisschen nervös und viel zu unaufgeregt ging die erste Stunde schnell vorbei und ich landete in Frankfurt. Dort trennten sich die Wege von mir und den anderen Austauschschülern und gleichzeitig lernte ich die Größe des Frankfurter Flughafens kennen. Mein neues Gate war am letzten Zipfel des Flughafens. Also führte ich meinen Koffer noch ein bisschen spazieren und nahm dabei noch einen kleinen Snack von McDonalds zu mir. Um 13:40 startete dann der Transatlantikflug. Ich nahm in einer Boing 747-400 meinen Platz, neben einer Familie die in ihren Urlaub startete ein. Der Flug lässt sich ganz einfach zusammenfassen. Meine Augen waren danach Rechteckig. Schlafen war durch die Aufregung einfach nicht möglich. So kam ich dann im Sunshine State an. Nach der Visakontrolle und Abnahme meiner Fingerabdrücke konnte ich endlich meinen Koffer in Empfang nehmen. So kam ich dann um 18:30 US Zeit an. Also 00:30 Deutscher Zeit. Ich wurde von meiner sehr sehr netten Gastfamilie+Freund und einigen Rotariern begrüßt. Und dort im Flughafen lernte ich das erste Mal die Hitze Floridas kennen. In einem Aufzug gab es keine Klimaanlage, innerhalb von 3 Sekunden merkt man wie es einem extrem warm wird und das Atmen wie in einer Sauna ist. Wir gingen zum Auto und fuhren zu einem Burgerladen den ich vorher aussuchen durfte. Wir aßen zusammen, was sehr lecker war und fuhren dann nach Hause. Nach 22 Stunden ohne Schlaf verschoben wir die Haustour auf später und ich ging schlafen.

 Flugzeug Frankfurt-Orlando  

Die zwei nachfolgende Tage waren dann eher unspektakulär. Ich half dem Freund meiner Gastschwester beim umziehen und entdeckte mehr von meiner neuen Umgebung. Meine Erkenntnis: Alles ist größer, die Autos, die Straßen, das Essen, einfach sehr viel.

 

An meinem vierten Tag, dem 9. August, wurde ich morgens um 9 Uhr von meiner zweiten Gastfamilie abgeholt, wir fuhren erst zu meinem zweiten, zukünftigen zu Hause, dort lernte ich auch die Labradorgeschwister meiner zweiten Familie kennen, ein brauner und ein blonder Hund. Nach dem drei Jungs aus der Fußballmannschaft meines Gastbruders angekommen waren fuhren wir zusammen zum ungefähr 1 ½ Stunden entfernten Melbourne direkt am Atlantik. Meine Gastmutter und ich lieferten die anderen Jungs bei einem Fußballplatz ab und fuhren dann in Richtung Strand. Um an den Atlantik zu kommen muss man über eine große Brücke fahren, weil große Teile der Küste von einem ungefähr 1 ½ Kilometer breitem Landstreifen geschützt sind. Zwischen dem Festland und dem Landstreifen liegen rund 2 Kilometer Wasser. Am Strand angekommen war der Anblick überwältigend, wo man auch hinschaute, entweder nicht enden wollende Wassermassen oder weißer Strand. Wir fragten noch nach einem Restaurant und fuhren dann zum Fußballplatz zurück. Mein Gastbruder gewann das Spiel mit 3:1. Danach gingen wir zu dem Restaurant, aßen Pizza und gingen dann schwimmen, bei 34 Grad Celsius Außentemperatur im Schatten kann ein Ozean schon gut abkühlen. Nach 2 Stunde schwimmen machten wir bei der Heimfahrt noch kurz bei Dunkin Donuts halt und waren dann um halb 6 wieder zu Hause.

 

Am Tag darauf trafen sich einige andere Austauschschüler und ich bei unserer Rotary Counselorin um einen Englischtest für Rotary zu machen und vorher beim Healthdepartment die Bescheinigung vom Arzt abzuholen, dass man auch fit genug für die Schule ist. Der Arzttermin war sehr lange und der Englischtest dauerte auch knappe 2 Stunden. Trotzdem war es sehr schön, da man die anderen Austauschschüler das erste Mal getroffen hatte und man sich über die bis jetzt gesammelten Eindrücke austauschen konnte.

Insgesamt ist meine Gastfamilie sehr sehr nett. Ich habe zu Hause 4 Gastgeschwister, 2 Brüder, 2 Schwestern mit denen ich mich sehr gut verstehe, 2 Hunde die sehr cool sind und der Bruder meiner Gastmutter. Ich habe jetzt die ersten Tage sehr genau beschrieben, für das kommende Jahr habe ich vor eher zusammenfassend zu beschreiben, außer es ist was besonderes passiert. Viel Spaß :)

Mittwoch, 05.08.2015

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.